Portrait

Das IUF wurde im Jahr 2001 in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH gegründet. Alleiniger Gesellschafter ist die Gesellschaft zur Förderung umweltmedizinischer Forschung e.V. – ein Zusammenschluss von sieben renommierten medizinischen Fachgesellschaften. Seit dem 1. Januar 2011 ist das IUF Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wurde in IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung umbenannt.

Die zentrale Aufgabe des IUF ist die molekulare präventivmedizinische Erforschung umweltinduzierter Erkrankungen. Hierdurch sollen die Gesundheitsvorsorge im Hinblick auf Umweltbelastungen verbessert und präventive Strategien entwickelt werden. Das IUF widmet sich mit einer Vielzahl von Forschungsarbeiten den biologischen Wirkungen, die Umweltschadstoffe (insbesondere Partikel, nicht-ionisierende Strahlung und Chemikalien) auf den menschlichen Organismus ausüben. Dabei stehen umweltinduzierte Alterungsprozesse des kardiopulmonalen Systems und der Haut, umweltinduzierte Störungen des Immunsystems und Schädigungen des Gehirns im Vordergrund des Interesses. Entscheidend ist dabei, dass diese Untersuchungen durch die im Institut vorhandene wissenschaftliche Kompetenz fächerübergreifend durchgeführt werden. Das IUF bündelt wissenschaftliche Expertise auf den Gebieten der Toxikologie, Immunologie, molekularen Altersforschung und Epidemiologie. Dieser interdisziplinäre Forschungsansatz erfordert als experimentelle Modelle eines oder mehrere Grenzflächenorgane (Grenzflächenmedizin). Im IUF werden die Wirkungen von Umwelteinflüssen überwiegend an der Haut, an der Lunge, am Herz-Kreislauf-System und am Gehirn untersucht. Neben in vitro Untersuchungen an kultivierten Zellen und – zum Teil genuin im IUF entwickelten – humanen, 3-dimensionalen, organischen Modellsystemen, werden in vivo Untersuchungen sowohl an Tiermodellen als auch in einer eigens hierfür eingerichteten Untersuchungseinheit am Menschen durchgeführt sowie epidemiologische Studien.

Das IUF hat derzeit rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen etwa die Hälfte über projektgebundene Fördermittel der DFG, der EU, des BMBF und anderer Drittmittelgeber finanziert werden.