Deutschlandweit größte Gesundheitsstudie geht an den Start - Wissenschaftler des IUF sind dabei

Düsseldorf, 21.6.2011
In der bisher größten Bevölkerungsstudie Deutschlands sollen insgesamt 200.000 Personen - davon 10.000 in Düsseldorf - untersucht und über zehn bis 20 Jahre beobachtet werden. An der Studie sind auch das IUF und das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf beteiligt. Bevor die eigentliche Studie in kommenden Jahr beginnt, suchen wir jetzt 100 gesunde Personen, um die Abläufe innerhalb der Studienzentren zu testen.
 

Was sind die Ursachen für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Wie wirkt sich der Lebensstil auf das Diabetes-Risiko aus? Warum altert Haut? Welche Umwelteinflüsse beeinträchtigen die Lungenfunktion? In einer bisher einzigartigen deutschlandweiten Bevölkerungsstudie, der „Nationalen Kohorte“, wollen Wissenschaftler u.a. diesen elementaren Fragen der Gesundheitsforschung nachgehen. An insgesamt 19 Zentren in Deutschland untersuchen Forscher intensiv chronische Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Lungen-, Demenz- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihre Ursachen und Entstehungsmechanismen sollen aufgeklärt, neue Risikofaktoren erkannt und Marker zur frühzeitigen Diagnose gezielt identifiziert werden. Im Rahmen der Studie werden die Wissenschaftler über einen Zeitraum von zehn bis 20 Jahren insgesamt 200.000 Frauen und Männer untersuchen und hinsichtlich eventuell auftretender Erkrankungen beobachten.
 

Das IUF und das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ)  bilden gemeinsam das Düsseldorfer Studienzentrum. Allein in Düsseldorf sollen ab April 2012 rund 10.000 Personen für die Studie gewonnen werden.
 

Ein Projekt dieser Art erfordert allerdings auch Machbarkeitsstudien, in denen u.a. die etablierten Untersuchungsmethoden für einen reibungslosen Ablauf aufeinander abgestimmt werden. „In der Machbarkeitsstudie geht es nicht darum, Methoden zu testen. Wir setzen ausschließlich zugelassene Untersuchungsmethoden ein, die seit Jahren erprobt sind und bei uns von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden“, sagt Prof. Dr. Barbara Hoffmann vom IUF - Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung. „Es geht uns auch darum, die Abläufe innerhalb der beteiligten Zentren zu etablieren. Dabei bauen wir auf unsere 25-jährige Erfahrung in der Durchführung von Bevölkerungsstudien zu gesundheitlichen Folgen von Umweltbelastungen“, erklärt Prof. Dr. Jean Krutmann, Direktor des IUF - Leibniz-Instituts für Umweltmedizinische Forschung.
 

Neben einer Basisuntersuchung bestimmen die Wissenschaftler in Düsseldorf schwerpunktmäßig zum Einen das persönliche Diabetes-Risiko mithilfe des Glukosetoleranztests (OGTT). Dieser Test wird mit einer Zuckerlösung durchgeführt, die morgens getrunken wird. Durch Blutentnahmen wird der Blutzucker zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach dem Trinken der Lösung gemessen und anhand der Werte beurteilt, ob Diabetes vorliegt. Darüber hinaus bestimmen die Forscher den Körperfettanteil und Energiestoffwechsel und untersuchen die Lungenfunktion und Hautalterung der Studienteilnehmer.
 

Probanden gesucht: 

Für die Machbarkeitsstudie suchen wir in Düsseldorf und Umgebung 100 gesunde Personen ohne bekannten Diabetes zwischen 20 und 69 Jahren. Nach Abschluss des Untersuchungsprogramms, das zwei Termine umfasst und einmal einen halben Tag und einmal drei Stunden in Anspruch nimmt, erhält der Studienteilnehmer fundierte Informationen über seinen Gesundheitszustand. Die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen kann er gemeinsam mit seinem Hausarzt besprechen. Für die Studie werden alle Daten anonymisiert, sodass der Datenschutz eingehalten wird und keine Rückschlüsse auf die untersuchten Personen möglich sind.
 

Interessenten können sich wochentags von 09.00 bis 18.00 Uhr anmelden unter der Telefonnummer: 0234 / 32299 00