CERST

Kurzportrait

Projekttitel:
Etablierung des humanen induzierten pluripotenten Stammzelltests als Alternative zum Tierversuch bei der Untersuchung des embryo- und entwicklungstoxischen Potentials von Chemikalien (CERST-NRW)

Logo:


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Laufzeit:
2015 - 2019

Förderung:
Durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) mit 200.000 Euro pro Jahr.

Projektleitung:
Univ.-Prof. Dr. Ellen Fritsche, IUF

Hintergrund

Für viele der sich derzeit in Umlauf befindlichen Chemikalien gibt es – historisch bedingt – nur unzureichende Informationen über Ihre Toxizität (Giftigkeit) für den Menschen. Die neue europäische Verordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) sieht vor, diese Lücke zu schließen. Um dies zu bewältigen, wird eine Reihe von automatisierbaren, zeitsparenden und kostengünstigen Toxizitätstests benötigt. Gleichzeitig besteht großes Interesse daran, wo möglich, Alternativen zum Tierversuch zu entwickeln.

Projektbeschreibung

Im Rahmen von CERST sollen zwei zellbasierte Tests entwickelt werden, mit denen der Einfluss von Chemikalien (einschließlich Medikamenten) auf die Entwicklung von Ungeborenen und Kleinkindern untersucht werden kann. Dabei werden sogenannte „induzierte pluripotente Stammzellen“ (hiPSC) verwendet, die aus menschlichen Hautzellen von freiwilligen Spendern hergestellt werden. Diese hiPSC werden zu Herzmuskelzellen und zu Gehirnzellen weiterentwickelt, um Substanzen zu identifizieren, die die Entwicklung dieser Zellen behindern. Mithilfe von bereits vorliegenden Daten vom Menschen sowie aus tierischen Modellsystemen wird die Vorhersagekraft der Tests bestimmt. Das langfristige Ziel des Projektes ist es, zu einer Testbatterie beizutragen, die es erlaubt, Chemikalien ohne den Einsatz von Tierversuchen auf ihr embryo- und entwicklungsneurotoxisches Potential zu untersuchen.

Eine Stellungnahme des IUF zum Thema Tierforschung und Alternativmethoden finden Sie hier.